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Traumzeit (engl. Dreamtime oder Dreaming [1]) soll den zentralen Begriff der Mythologie der australischen Aborigines wiedergeben, wobei die Übersetzung irreführend ist. Die Traumzeit-Legenden handeln von der universellen, raum- und zeitlosen Welt, aus der die reale Gegenwart in einem unablässigen Schöpfungsprozess hervorgeht, um ihrerseits wiederum die Traumzeit mit neuen geschichtlichen Vorgängen zu »füllen«. Die Traumzeit erklärt somit, wie alles entstanden ist und begründet die ungeschriebenen Gesetze, nach denen die Aborigines leben. Die Ereignisse der Traumzeit manifestieren sich nach ihrem Glauben in Landmarken wie Felsen, Quellen und Ähnlichem. [2]

Story

Zusammen mit dem Aborigine Oodgerroo Noonuccal begibt sie die Halbvampirin Lilith Eden nach anfänglichen Zögern in die Traumzeit und erfährt dabei die Wahrheit, dass es ein bisschen wie sterben ist. So hat es Esben Storm beschreiben, als Lilith ihn danach fragte. Und es ist wie Sterben. Lilith fühlt sich zerrissen, zusammengepresst und wieder auseiandergezogen — und das alles gleichzeitig. Sie bemerkt zum ersten Mal die dunklen Schatten, welchen in allen natürlich gewachsenen Dingen verborgen sind: die Wondjinas. Alles von Menschen erschaffene erscheint in schillernden Regenbogenfarben … [3]

Reale Welt

In anderen Teilen der Welt bauten die Menschen Kirchen, Tempel und Moscheen, um den Göttern zu huldigen - in Australien nicht. Die Altäre der Aborigines schuf die Natur. Ihr bekanntestes Heiligtum ist der mächtige Monolith Uluru (Ayers Rock). Doch nicht alle Heiligtümer sind derart imposant und an manch einem unscheinbaren Wasserloch oder verwitterten Steinhaufen würden wir wohl achtlos vorübergehen ohne eine religiöse Bedeutung auch nur zu erahnen.

Die Ureinwohner Australiens glauben an keinen Gott, kennen weder Himmel noch Hölle, weder Päpste noch Pastoren. Dennoch sind sie keine Gottlosen. Das Land - ihr Land - ist ihnen heilig. Nirgendwo sonst kommt die tiefe Verwurzelung der Aborigines mit ihrem Land stärker zum Ausdruck als in ihren religiösen Anschauungen. Nach der Vorstellung der Aborigines wurde das Land von so genannten Ahnen- oder Schöpferwesen geschaffen. Diese schwebten einst über die körperlose Urmasse und gaben ihr Gestalt in Form von Bergen, Flüssen und Tälern. Gleichzeitig schufen sie alles Leben. Ob Tier, Pflanze oder Mensch alles und jeder erhielt seinen Sinn und seine Aufgabe und dadurch seine Bedeutung im universellen Ganzen. So begegnet jeder Aborigine allem Erschaffenen mit tiefem Respekt. [4]

Weblinks

  • Wikipedia Traumzeit (Abgerufen: 16. Januar 2012, 09:26 UTC)

Diese Seite wurde zuletzt am 16.01.2012 geändert.

Quellen

  1. Der britische Ethnologe Walter Baldwin Spencer und sein australischer Kollege Francis James Gillen übersetzten das Wort alcheringa der zentral-australischen Sprache Arrernte mit dreaming, das im Deutschen mit Traumzeit wiedergegeben wurde. Die Ausdrücke dreaming beziehungsweise Traumzeit sind jedoch missverständlich, weil sie an den Traum erinnern. Mit dem Träumen im Schlaf hat die Traumzeit aber nichts zu tun. Für die Aborigines handelt es sich vielmehr um die „spirituelle, natürliche und moralische Ordnung des Kosmos“ Quelle: Wally Caruana: Die Kunst der Aborigines. Lichtenberg-Verlag, München 1997, Seite 10. ISBN 3-7852-8403-9.
    In einer weiteren zentralaustralischen Sprache, dem Pitjantjatjara, heißt die Traumzeit tjukurrpa. In anderen Sprachen der Aborigines gibt es wiederum eigene Begriffe für die Traumzeit, aber es wird stets das Gleiche darunter verstanden. „Die Traumzeit wird in Geschichten [ausschließlich] mündlich wiedergegeben“ Quelle: Wally Caruana: Die Kunst der Aborigines, Seite 40.

  2. Seite „Traumzeit“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. Dezember 2011, 19:43 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Traumzeit&oldid=97474439 (Abgerufen: 8. Januar 2012, 11:11 UTC)
  3. VA 005
  4. Seite „Aborigines - Hintergrundinformationen“. In: Stand up forr the Burrup, Friends of Australien Rock Art. Bearbeitungsstand: 21. Dezember 2011, 16:40 UTC. URL: http://www.standupfortheburrup.de/aborigines/index.html (Abgerufen: 16. Januar 2012, 09:20 UTC)

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